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Kreditinstitute
Weitere Bankenfusion im Saarland perfekt

Edgar Soester (l.) und Mathias Beers werden das neue Institut, die Vereinigte Volksbank Saarlouis – Sulzbach/Saar, führen.
Edgar Soester (l.) und Mathias Beers werden das neue Institut, die Vereinigte Volksbank Saarlouis – Sulzbach/Saar, führen. FOTO: w/saar+/VVB
Sulzbach/Saarlouis. Die Versammlungen der Vertreter haben dem Zusammenschluss der Volksbanken VVB und Westliche Saar plus zugestimmt.

Es ist vollbracht, der Fusion der Vereinigten Volksbank VVB (Sulzbach) und der Volksbank Westliche Saar plus (Saarlouis) steht nichts mehr im Weg. Die Vertreterversammlungen von beiden Kreditinstituten haben dem Zusammenschluss zugestimmt, heißt es in einer Mitteilung. Die Vereinigung soll bis Juni kommenden Jahres „juristisch wie auch technisch vollzogen werden“.


Das neue Institut, das als Vereinigte Volksbank Saarlouis – Sulzbach/Saar firmieren wird, erreicht eine Bilanzsumme von knapp zwei Milliarden Euro und betreut ein Kundenvolumen von 4,1 Milliarden Euro. Die neue Bank, die ihren Sitz in Saarlouis haben wird, beschäftigt 460 Mitarbeiter in der Hauptstelle und in 41 weiteren Filialen. Diese betreuen rund 140 000 Kunden. Fusionsbedingte Kündigungen werden ausgeschlossen. Eine Anpassung der Mitarbeiterzahl werde allein durch die natürliche Fluktuation, insbesondere über Renteneintritte, erfolgen.

„Wir freuen uns sehr über dieses eindeutige Votum der Vertreterversammlungen“, sagt VVB-Vorstands­chef Mathias Beers. „Das gibt uns doch das gute Gefühl, die richtigen Schritte für die Zukunft unserer beiden Banken eingeleitet zu haben.“



„Die beiden Banken ergänzen sich hervorragend“, betont Edgar Soester, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Westliche Saar plus. „Das haben auch unsere Eigentümer so gesehen und deshalb freuen wir uns jetzt darauf, gemeinsam eine moderne Volksbank zu bauen, die in der neuen Größenordnung ganz andere Geschäftsmöglichkeiten haben wird.“

Der Vorstand wird künftig aus vier Leuten bestehen. Vorstandsvorsitzender wird Mathias Beers (60) und Edgar Soester (52) sein Stellvertreter. Der Vorstand wird ergänzt durch Uli Starck (53) und Manfred Ziegler (58). Ab dem 1. Juli 2020, wenn Beers und Ziegler altersbedingt ausscheiden, übernimmt Soester den Vorsitz und wird die Bank gemeinsam mit Starck führen.

Das Aufsichtsgremium der gemeinsamen Bank wird sich von aktuell 26 auf zunächst 16 Mitglieder verringern. Erster Aufsichtsratsvorsitzender der neuen Bank wird Erwin Faust aus Saarlouis. Sein Stellvertreter wird Michael Harz aus Saarbrücken.

Fusionserfahrung haben beide Institute: Die Vereinigte Volksbank ist 2013 aus einem Zusammenschluss der Vereinigten Volksbank im Regionalverband Saarbrücken und der Volksbank Dillingen hervorgegangen. Die Volksbank Westliche Saar plus gibt es seit Anfang 2014. Sie ist aus der Volksbank Saar-West und der Volksbank Saarlouis entstanden.

Mit diesem Zusammenschluss folgen die beiden Banken einem bundesweiten Trend. Denn die Zahl der Kreditinstitute sinkt weiter, weil die Bankenregulierung nach wie vor zunimmt und die IT-Kosten auch künftig spürbar ansteigen werden. Außerdem hinterlassen die niedrigen Zinsen ihre Spuren in den Bankbilanzen. Ende 2016 gab es in Deutschland 972 Genossenschaftsbanken mit einer Bilanzsumme von insgesamt 851 Milliarden Euro. Mit ihrer künftigen Bilanzsumme von knapp zwei Milliarden Euro rangiert das neue Institut unter den ersten 100 der Genossenschaftsbanken.