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Flughafen
Wackeliger Start für Flugverbindung nach München

Saarbrücken. Seit rund sechs Wochen gibt es eine Flugverbindung zwischen Saarbrücken und München – allerdings läuft diese alles andere als störungsfrei. Von 164 geplanten Flügen von oder nach München mussten 13 abgesagt werden, heißt es vonseiten der Fluggesellschaft BMI regional auf SZ-Anfrage. Im November hätten technische Störungen im Flugbetrieb dafür gesorgt, dass sieben Flüge ausfielen. In zwei Fällen sei es aufgrund von Wetterstörungen zu Crew-Engpässen gekommen. Bei vier Flügen sei eine Absage aufgrund von Nebel in Saarbrücken notwendig gewesen. Von Barbara Scherer

Seit rund sechs Wochen gibt es eine Flugverbindung zwischen Saarbrücken und München – allerdings läuft diese alles andere als störungsfrei. Von 164 geplanten Flügen von oder nach München mussten 13 abgesagt werden, heißt es vonseiten der Fluggesellschaft BMI regional auf SZ-Anfrage. Im November hätten technische Störungen im Flugbetrieb dafür gesorgt, dass sieben Flüge ausfielen. In zwei Fällen sei es aufgrund von Wetterstörungen zu Crew-Engpässen gekommen. Bei vier Flügen sei eine Absage aufgrund von Nebel in Saarbrücken notwendig gewesen.


Neben den Ausfällen kam es zu Verspätungen. Nach Angaben von BMI hätten nur 70 Prozent aller Flüge pünktlich stattgefunden. Pünktlich bedeute, dass ein Flug maximal 15 Minuten Verspätung habe. Ein Problem sei, dass dem Flug nach Saarbrücken eine Verbindung von Schweden nach München voranginge. Dort sei es derzeit oft notwendig, die Maschinen zu enteisen, was zu Verzögerungen führe. BMI setzt einen Jet mit 49 Sitzplätzen ein.

Nach Angaben der Fluggesellschaft würden noch Erfahrungswerte auf der Strecke gesammelt. Auch Staatssekretär Jürgen Barke räumt ein, dass die Strecke zunächst eingeflogen werden müsse, um Abläufe zu optimieren. Dazu könne nach Worten von BMI gegebenenfalls eine Anpassung der Flugpläne gehören. Zudem werde in zusätzliche Reservekapazitäten investiert.



Kritik an der Zuverlässigkeit der Verbindung übte insbesondere der Verkehrsclub (VCD) Saar. Neben den Verspätungen sieht der stellvertretende Landesvorsitzende Werner Ried das Problem, dass die Angebotskonzeption falsch sei: Für viele Reisende sei die Abflugzeit am späten Vormittag unattraktiv. Flughafensprecher Ludwin Vogel sagt jedoch, die Strecke werde „sehr gut angenommen“. Bisher hätten insgesamt 3500 Passagiere die Verbindung genutzt, die Tendenz sei steigend. „Das liegt im Bereich der Erwartungen“, sagt er. Das Saarland unterstützt BMI mit Marketingzuschüssen in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre.