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VW prüft alle Verträge mit Zulieferern

Hamburg. Als Lehre aus dem Zulieferer-Streit mit schmerzhaften Produktionsausfällen will VW seine Lieferantenverträge durchleuchten. Der Konflikt mit zwei Partnern der Prevent-Gruppe habe einen hohen Druck erzeugt, sagte Konzernchef Matthias Müller. Zwar gebe es keinen Anlass, nun für alle möglichen Teile eine Mehr-Quellen-Strategie zu prüfen. "Aber wir werden uns genau unsere Einkaufsverträge anschauen und sehen, wie wir das optimieren." Ein Lieferstopp der Prevent-Firmen ES Automobilguss (Getriebeteile) und Car Trim (Sitzbezüge) wegen angeblich grundlos stornierter Verträge durch Volkswagen hatte in der vergangenen Woche empfindliche Einbußen in der Fertigung zur Folge gehabt - vor allem beim Golf und Passat. Agentur

Als besonders heißes Eisen gilt nach wie vor der "Zukunftspakt", der nötige Einsparungen wegen der Kosten des Diesel-Skandals und die Sicherheit der Jobs bei VW ausbalancieren soll. "Das Ergebnis wird in zwei bis drei Monaten vorliegen", sagte Müller. Direkte Arbeitsplatzverluste schloss er erneut aus: "Wir werden niemanden rausschmeißen oder betriebsbedingt kündigen."