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Kraftwerk in Ensdorf
VSE bereitet Sozialplan für Ensdorf vor

Die VSE betreibt gemeinsam mit Saarstahl das Kraftwerk in Ensdorf.
Die VSE betreibt gemeinsam mit Saarstahl das Kraftwerk in Ensdorf. FOTO: VSE/Dirk Guldner / Dirk Guldner / www.foto-guldner.
Saarbrücken. Seit Jahren hängt die Zukunft des Kraftwerkes in Ensdorf am seidenen Faden. Saarstahl hatte unlängst angekündigt, andere, billigere Stromquellen zu prüfen. Bis zum 30.6. kann der Stahlhersteller seinen Pachtvertrag kündigen. Die VSE bereitet sich schon jetzt mit einem Sozialplan darauf vor. Von Joachim Wollschläger

„Wenn Saarstahl kündigen würde, müssen wir uns fragen, was das für uns heißt“, sagte VSE-Chef Gabriël Clemens gestern mit Blick auf die Zukunft des Kraftwerks in Ensdorf. Saarstahl-Technik-Vorstand Martin Baues hatte bei der Bilanzpressekonferenz im April angekündigt zu prüfen, ob das Stahlunternehmen seinen Strom künftig nicht billiger aus anderen Quellen beziehen kann. „Saarstahl hat eine Kündigungsfrist bis zum 30. Juni“, sagt Clemens.


Die VSE betreibt gemeinsam mit Saarstahl das Kraftwerk in Ensdorf. Block 1 mit 160 Megawatt betreibt die VSE, Block 3 mit 300 Megawatt ist an Saarstahl verpachtet, wird aber von der VSE weiter betreut. Saarstahl kann den Vertrag zum Jahresende kündigen.

Um sich auf eine mögliche Kündigung vorzubereiten, werde bereits jetzt ein Sozialplan verhandelt, damit wie Clemens sagte, „die Mitarbeiter nicht ins Bergfreie fallen“. Trotzdem bedeute das Ende der Kooperation mit Saarstahl nicht automatisch ein Aus für das Kraftwerk, sagte Clemens. „Wir werden dann sehr genau rechnen, ob es sich nicht auch für uns alleine lohnen würde, das Kraftwerk weiter zu betreiben“, sagte er.