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Milliarden-Angebot
US-Getränke-Riese Pepsi will Sodastream übernehmen

Der Sodastream-Wassersprudler verwandelt Leitungswasser in prickelndes Sprudelwasser.
Der Sodastream-Wassersprudler verwandelt Leitungswasser in prickelndes Sprudelwasser. FOTO: dpa / Arne Dedert
Purchase/Tel Aviv. Der US-Getränkeriese Pepsico will mit der Übernahme des israelischen Sprudelgeräte-Herstellers Soda­stream eine Alternative zum schwächelnden Hauptgeschäft mit zuckerhaltigen Softdrinks erschließen. dpa

Pepsi bietet 144 Dollar je Aktie in bar, wie die Unternehmen gestern mitteilten. Damit würde sich insgesamt ein Kaufpreis von etwa 3,2 Milliarden Dollar (rund 2,8 Milliarden Euro) ergeben.


Sodastream ist vor allem für seine Trinkwasser-Sprudelgeräte für den heimischen Gebrauch bekannt, die Pepsi eine ganz neue Absatznische eröffnen würden. Beim Sodastream-System wird eine spezielle Flasche mit Leitungswasser gefüllt und in ein Gerät gesteckt. Knopf drücken – und das Wasser perlt. Die Kohlensäure kommt aus einem CO2-Zylinder. Ist dieser leer, muss nachgekauft werden.

Pepsis scheidende Vorstandschefin Indra Nooyi ist bereit, für den Zukauf tief in die Tasche zu greifen: Das unterbreitete Angebot entspricht einem 32-prozentigen Aufschlag auf den durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen 30 Tage. Bei Sodastream liefen die Geschäfte zuletzt rund: Im zweiten Quartal kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um fast ein Drittel auf 171,5 Millionen Dollar. Besonders kräftig legten die Verkäufe in Westeuropa zu, hier stieg der Umsatz – insbesondere dank starker Nachfrage in Deutschland und Frankreich – um gut 42 Prozent.



Pepsi kämpft wie der US-Erzrivale Coca-Cola schon länger mit einer Flaute im Kerngeschäft mit kalorienreichen Softdrinks. Zwar hat das Unternehmen mit Knabbergebäck und Frühstücksflocken bereits ein gutes Gegengewicht. Doch sprudelndes Mineralwasser entwickelt sich in den USA immer mehr zum Verkaufsschlager, so dass der Neuerwerb gut in die Produktpalette passen könnte.