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Unter dem Druck roter Zahlen
Umbau der IHK geht allmählich voran

Heino Klingen, Hauptgeschäftsführer der IHK Saarland
Heino Klingen, Hauptgeschäftsführer der IHK Saarland FOTO: IHK Saarland / BeckerBredel
Saarbrücken. Die umstrittene Neustrukturierung der Geschäftsführer-Ebene ist offenbar geklärt. Von Lothar Warscheid
Lothar Warscheid

(low) Der Streit um die Besetzung der drei statt  bisher fünf Geschäftsführer-Positionen bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) des Saarlandes ist offenbar weitgehend beigelegt. Das bestätigte IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen auf Anfrage. Die fünf bisherigen Geschäftsführer hätten sich auf einen Vorschlag geeinigt, der auch schon vom Präsidium positiv aufgenommen worden sei, sagt Klingen.


So soll der Geschäftsbereich Recht, zentrale Dienste zum Bereich Services werden. Dieser wird – wie bisher – von Heike Cloß geleitet, die zudem noch stellvertretende Hauptgeschäftsführerin ist. Für Aus- und Weiterbildung sowie Bildungspolitik bleibt Peter Nagel zuständig. Der dritte Geschäftsbereich, in dem die Themenfelder Standortpolitik und Außenwirtschaft zusammengefasst werden, soll von Carsten Meier verantwortet werden. Der Geschäftsbereich International soll dort integriert werden. Oliver Groll, der bislang allein für die Außenwirtschaft zuständig war, soll in der neuen Einheit eine „leitende Funktion erhalten“, sagt der IHK-Chef. Darüber hinaus soll eine Stabsstelle Digitalisierung und Kommunikation eingerichtet werden, die direkt bei Klingen angesiedelt ist. Diese soll von Mathias Hafner geleitet werden, der derzeit noch Geschäftsführer für Kommunikation, Mittelstand und Unternehmensförderung ist. Ob der Titel Geschäftsführer bleibt oder eine andere Bezeichnung für die Führungsleute gefunden wird, ist Klingen zufolge ebenfalls noch offen. Dies alles seien bisher nur Vorschläge. Sie müssten noch von der IHK-Vollversammlung genehmigt werden, betont er.

Ursprünglich sollten die drei verbleibenden IHK-Spitzenpositionen neu ausgeschrieben werden. In einem Bewerbungswettbewerb, der von einem externen Beraterteam moderiert werden sollte, hätten sich die bisherigen Geschäftsführer und interessierte Mitarbeiter in der Ebene darunter für diese Führungsjobs empfehlen müssen. Dieses Verfahren war allerdings auf großen Widerstand gestoßen.



Die neue IHK-Führungsstruktur ist Teil eines Sparprogramms, das zum Ziel hat, das Defizit der Kammer, das dieses Jahr 2,1 Millionen Euro erreichen soll, mittelfristig auf Null zu bringen. Inzwischen seien fünf Projektgruppen eingerichtet, die Maßnahmen erarbeiten sollen, wie man dieses Ziel erreichen kann, sagt Klingen.