| 20:54 Uhr

Handelsstreit
Trump droht EU-Autobauern und will Gespräche

Brüssel. US-Präsident Donald Trump dringt nach seinen Zoll-Drohungen gegen deutsche Autobauer auf Zugeständnisse. Er kündigte gestern an, dass sein Handelsminister Wilbur Ross mit EU-Vertretern über die „Beseitigung der hohen Zölle und Barrieren“ reden werde, die die EU gegen die USA anwende. Diese Praxis sei für amerikanische Produzenten und Landwirte nicht fair. „Wir werden Mercedes Benz mit Zöllen belegen, wir werden BMW mit Zöllen belegen“, hatte Trump am Wochenende angekündigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel. (CDU) und die für die europäische Handelspolitik zuständige EU-Kommission hatten sich grundsätzlich gesprächsbereit gezeigt. Ein Kommissionssprecher machte aber deutlich, dass es aus EU-Sicht kaum Spielraum für einseitige Zugeständnisse gebe.

US-Präsident Donald Trump dringt nach seinen Zoll-Drohungen gegen deutsche Autobauer auf Zugeständnisse. Er kündigte gestern an, dass sein Handelsminister Wilbur Ross mit EU-Vertretern über die „Beseitigung der hohen Zölle und Barrieren“ reden werde, die die EU gegen die USA anwende. Diese Praxis sei für amerikanische Produzenten und Landwirte nicht fair. „Wir werden Mercedes Benz mit Zöllen belegen, wir werden BMW mit Zöllen belegen“, hatte Trump am Wochenende angekündigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel. (CDU) und die für die europäische Handelspolitik zuständige EU-Kommission hatten sich grundsätzlich gesprächsbereit gezeigt. Ein Kommissionssprecher machte aber deutlich, dass es aus EU-Sicht kaum Spielraum für einseitige Zugeständnisse gebe.


Es sei zwar richtig, dass etwa die US-Zölle auf europäische Autos (2,5 Prozent) niedriger seien als die EU-Zölle auf Autos (zehn Prozent) aus den USA. Gleichzeitig gebe es aber Bereiche, in denen die USA höhere Abgaben erhöben. So liege der US-Einfuhrzoll für Lastwagen und Pick-ups zum Beispiel bei 25 Prozent, während andersherum nur ein Satz von 14 Prozent gelte. Die EU-Kommission wies auch darauf hin, dass auf Importe in die EU insgesamt im Schnitt drei Prozent Abgaben fällig werden. In den USA seien es mit 2,4 Prozent nicht viel weniger.

Auch die deutsche Autoindustrie wehrte sich gegen die Vorwürfe Trumps. Daimler und BMW leisteten einen „erheblichen Beitrag für die automobile Handelsbilanz der USA“, sagte Bernhard Mattes, Präsident des Autoverbands VDA. BMW sei etwa der größte Auto-Exporteur der USA.