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Gemeinschaftsunternehmen
Thyssen-Krupps Stahlfusion mit Tata in der Kritik

Essen. Nur wenige Tage vor der geplanten Entscheidung über die Thyssen-Krupp-Stahlfusion mit Tata ist das Gemeinschaftsunternehmen erneut in die Kritik von Betriebsrat und Investoren geraten.

Der US-Investor Paul Singer und sein Hedgefonds Elliott hätten die bereits verabredeten Bedingungen des Geschäfts kritisiert, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf einen Brief Elliotts an Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger.


Die Fusion, die nach den Plänen des Konzerns noch in diesem Monat besiegelt werden soll, ist ein strategisches Kernprojekt von Hiesinger und Voraussetzung für die Vorlage einer dringend erwarteten neuen Konzernstrategie. Investoren hatten zuletzt das mangelnde Tempo beim Umbau des Essener Konzerns angemahnt. Elliott kritisiere vor allem die stark unterschiedliche Gewinnentwicklung der beiden designierten Partner. Denn während Thyssen-Krupps Hüttenwerke ihre Gewinne kräftig steigerten, habe sich Tata Steel Europe zuletzt schwach entwickelt. Thyssen-Krupp-Gesamtbetriebsratschef Wilhelm Segerath stellte die geplante Stahlehe infrage und äußerte Bedenken hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des europäischen Tata-Geschäfts in England.