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Teil der Firmen fängt Mindestlohn mit höheren Preisen auf

Nürnberg. Der Mindestlohn hat nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern nicht zu größeren Entlassungen geführt. Vielmehr hätten Firmen zum Teil darauf mit Preiserhöhungen reagiert, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. 18 Prozent der vom Mindestlohn berührten Betriebe hätten sich dazu entschlossen. Auch seien Chefs dazu übergegangen, die Arbeitszeit der betroffenen Beschäftigten zu verkürzen und Arbeiten in geringerer Zeit erledigen zu lassen, berichtete die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit . Um die Mehrkosten wegen des Mindestlohns abzufedern, hätten sich aber auch dafür nur 18 Prozent der betroffenen Betriebe entschieden. Agentur

Der Mindestlohn hat nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern nicht zu größeren Entlassungen geführt. Vielmehr hätten Firmen zum Teil darauf mit Preiserhöhungen reagiert, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. 18 Prozent der vom Mindestlohn berührten Betriebe hätten sich dazu entschlossen. Auch seien Chefs dazu übergegangen, die Arbeitszeit der betroffenen Beschäftigten zu verkürzen und Arbeiten in geringerer Zeit erledigen zu lassen, berichtete die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit . Um die Mehrkosten wegen des Mindestlohns abzufedern, hätten sich aber auch dafür nur 18 Prozent der betroffenen Betriebe entschieden.


Seit Anfang 2015 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Das Münchner Ifo-Wirtschaftsforschungsinstitut sah damals daher Hunderttausende Stellen gefährdet. Auch wenn die Entlassungswelle ausgeblieben ist, gaben 10,4 Prozent der vom IAB befragten Betriebe an, bei der Einstellung neuer Mitarbeiter zurückhaltender gewesen zu sein. Die Forscher schätzen, dass etwa 60 000 Stellen nicht geschaffen wurden, die es ohne Mindestlohn heute gäbe.