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Schattenwirtschaft
Studie: Weniger Schwarzarbeit wegen starker Wirtschaft

Stuttgart/Tübingen. Aufgrund der guten Wirtschaftslage und der niedrigen Arbeitslosigkeit nehmen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in diesem Jahr weiter ab. Das ist die Prognose von Wissenschaftlern des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Linz, die gestern ihre jährliche Analyse zur Schattenwirtschaft veröffentlicht haben.

Die Forscher gehen davon aus, dass sich das Verhältnis der Schattenwirtschaft zur offiziellen Wirtschaft auf unter zehn Prozent verringern wird (Vorjahr 10,1 Prozent). Den Betrag, der am Finanzamt vorbei erwirtschaftet wird, beziffern sie mit 323 Milliarden Euro. Im Vergleich zu anderen Industrieländern liegt Deutschland damit unterhalb des Durchschnitts; Spitzenreiter ist Griechenland mit einem Anteil von 20,8 Prozent.



Eine mögliche Gegenmaßnahme gegen Schwarzarbeit wäre aus Sicht der Forscher die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Dann könnte sich die Schattenwirtschaft in diesem Jahr um mehr als zehn Milliarden Euro verringern.