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Neue Studie
Studie: Langer Weg zur Arbeit belastet Psyche von Pendlern

Weites Pendeln kostet nicht nur Zeit, sondern kann auch psychisch krank machen. (Symbolbild)
Weites Pendeln kostet nicht nur Zeit, sondern kann auch psychisch krank machen. (Symbolbild) FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd
Berlin/Saarbrücken. Weites Pendeln kostet nicht nur Zeit, sondern kann auch psychisch krank machen. Je weiter der Arbeitsort entfernt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit depressiver Verstimmungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gestern veröffentlichte AOK-Studie. Beschäftigte, die mehr als 500 Kilometer zum Arbeitsplatz pendeln, haben demnach 15 Prozent mehr Fehltage wegen psychischer Erkrankungen als Menschen, die weniger als zehn Kilometer Wegstrecke zurücklegen müssen. Aber auch schon mindestens 50 Kilometer sind demnach ein Risiko. Versicherte, die so weit fahren müssen, fehlten 2017 im Schnitt an 3,2 Tagen wegen psychischer Leiden bei der Arbeit. Bei mehr als 500 Kilometern waren es 3,4, bei zehn Kilometern hingegen 2,9 Tage.

Weites Pendeln kostet nicht nur Zeit, sondern kann auch psychisch krank machen. Je weiter der Arbeitsort entfernt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit depressiver Verstimmungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gestern veröffentlichte AOK-Studie. Beschäftigte, die mehr als 500 Kilometer zum Arbeitsplatz pendeln, haben demnach 15 Prozent mehr Fehltage wegen psychischer Erkrankungen als Menschen, die weniger als zehn Kilometer Wegstrecke zurücklegen müssen. Aber auch schon mindestens 50 Kilometer sind demnach ein Risiko. Versicherte, die so weit fahren müssen, fehlten 2017 im Schnitt an 3,2 Tagen wegen psychischer Leiden bei der Arbeit. Bei mehr als 500 Kilometern waren es 3,4, bei zehn Kilometern hingegen 2,9 Tage.


Im Saarland müssen nach Angaben der AOK knapp 55 Prozent der erwerbstätigen Mitglieder bis zu zehn Kilometer zu ihrem Arbeitsort fahren. Dagegen müssen sechs Prozent Distanzen von mehr als 50 Kilometern zurücklegen.