| 21:16 Uhr

Fahrverbote
Studie belegt tödliche Folgen von Diesel

Berlin. Vor der heutigen Verhandlung über mögliche Diesel-Fahrverbote am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig belegt eine amtliche Untersuchung die Gefahr von Diesel-Abgasen für die Gesundheit. Rund 6000 Menschen in Deutschland sterben dem Umweltbundesamt (UBA) zufolge pro Jahr vorzeitig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die von Stickstoffdioxid (NO2) ausgelöst werden.

In Städten stammt das Gas hauptsächlich aus Dieselabgasen. Der gestern bekannt gewordenen Studie zufolge kann NO2 über einen längeren Zeitraum schon in geringen Konzentrationen schwere Folgen haben. Der Jahresmittel-Grenzwert der EU liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Die Studie zeigt, dass schon eine längere Stickstoffdioxid-Konzentration ab zehn Mikrogramm zu Erkrankungen und vorzeitigen Todesfällen führen kann. Das Umweltbundesamt  will die Analyse Anfang März der Öffentlichkeit offiziell vorstellen.