| 20:44 Uhr

Superreiche
Studie beklagt Vermögens-Kluft

Berlin. Ein großer Teil des Vermögens in Deutschland ist nach einer Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in den Händen von wenigen Superreichen. Demnach besaßen die 45 reichsten Haushalte im Jahr 2014 so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung, beide vereinigten jeweils 214 Milliarden Euro auf sich. 

Ein großer Teil des Vermögens in Deutschland ist nach einer Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in den Händen von wenigen Superreichen. Demnach besaßen die 45 reichsten Haushalte im Jahr 2014 so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung, beide vereinigten jeweils 214 Milliarden Euro auf sich. 


Die Umweltschutz- und Hilfsorganisation Oxfam hatte am Montag ähnliche Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt und vor steigender Ungleichheit in der Welt, aber auch in Deutschland gewarnt. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln wies allerdings darauf hin, der Befund sei nicht neu und die Betrachtungsweise von Oxfam und DIW einseitig, da etwa Versicherungen und Rentenansprüche nicht immer erfasst worden seien.

Berücksichtigt man die Superreichen, besaßen nach der DIW-Berechnung die reichsten fünf Prozent 2014 mehr als die Hälfte (51,1 Prozent) des gesamten Vermögens. Nach den offiziellen Zahlen der Europäischen Zentralbank hält diese Gruppe jedoch nur 31,5 Prozent.