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Zuliefer-Streit
Streik ist die letzte Chance

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die Gewerkschaft packt sofort nach der ersten Verhandlungsrunde über einen Sozialtarifvertrag die große Keule aus: Urabstimmung und dann womöglich sofort Streik. Von Volker Meyer zu Tittingdorf
Volker Meyer zu Tittingdorf

Das mag manchen als überraschende und übermäßige Eskalation erscheinen. Doch hat der schnelle Streik-Kurs seine Logik. Solange VW und Daimler, die beide in heftigem Streit mit dem Halberg-Guss Eigner Prevent liegen, noch nicht als Kunden abgesprungen sind, haben die Beschäftigten Druckmittel. Sie werden schlichtweg gebraucht. Wenn sich der Hauptkunde VW und womöglich auch Daimler Alternativen gesucht haben, hat die Belegschaft eh verloren. Dann ist kaum noch Arbeit da. Die Gewerkschaft nutzt jetzt ihre einzige, geringe Chance im Kampf um 1500 Arbeitsplätze.