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Machtkampf bei Saar-Gießerei
Streik bei Halberg Guss erreicht Hauptkunden VW

Bei der Neuen Halberg Guss streiken die Mitarbeiter weiter.
Bei der Neuen Halberg Guss streiken die Mitarbeiter weiter. FOTO: dpa / Sebastian Willnow
Saarbrücken. Der Streik beim Autozulieferer Neue Halberg Guss (NHG) führt beim Hauptkunden Volkswagen zu ersten Beeinträchtigungen. Von Tobias Fuchs
Tobias Fuchs

Jedoch habe man diese auffangen können, teilte VW am Freitag mit. Die Fahrzeugproduktion laufe aktuell weiter. Man beobachte die Situation sehr aufmerksam.


Die NHG versorgt den Automobil-Riesen mit Motorblöcken. Doch seit über einer Woche streikt die Belegschaft – unbefristet. Weil die Gießerei mit 2100 Beschäftigten in Saarbrücken und Leipzig hunderte Arbeitsplätze streichen will. Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag verliefen ergebnislos.

Die Gewerkschaft IG Metall erklärte, es sei keine Lösung des Konflikts in Sicht. Noch immer gebe es von Seiten des Arbeitgebers kein tragfähiges Zukunftskonzept für die NHG. Sie warf dem Management vor, „Konflikte innerhalb der Belegschaft zu schüren und streikbrechende Maßnahmen zu organisieren“. Für Samstagmorgen hat die IG Metall eine Kundgebung vor dem Werkstor in Brebach angekündigt.



NHG-Chef Alexander Gerstung ruft die Mitarbeiter unterdessen auf, ihren Streik sofort zu beenden. In einem Offenen Brief heißt es, aktuell käme es bei den ersten Kunden zu Produktionsausfällen. Gegenüber den Arbeitnehmervertretern bleibt er hart: „Die Forderungen der IG Metall zu erfüllen, würde das sofortige – und dieses Mal endgültige – Aus für die Halberg Guss bedeuten“, so Gerstung.