| 20:11 Uhr

Sparkasse Saarbrücken schließt Filialen

Hans-Werner Sander, Vorstandschef der Sparkasse Saarbrücken Foto: Becker & Bredel
Hans-Werner Sander, Vorstandschef der Sparkasse Saarbrücken Foto: Becker & Bredel FOTO: Becker & Bredel
Saarbrücken. Das Kreditinstitut reagiert mit der Verkleinerung des Filialnetzes auf den Niedrigzins und ein geändertes Kundenverhalten. Joachim Wollschläger

Die Sparkasse Saarbrücken ordnet ihr Filialnetz neu. Zwischen Juli und September sollen sieben der 69 Filialen geschlossen werden, fünf Filialen werden in sogenannte SB-Center umgewandelt. "Damit tragen wir dem veränderten Verhalten unserer Kunden Rechnung", sagt Sparkassen-Vorstandschef Hans-Werner Sander. Durchschnittlich komme ein Kunde nur noch ein bis zweimal pro Jahr in die Filiale, ergänzt Uwe Kuntz, als stellvertretender Vorstandschef für das Privatkundengeschäft zuständig. Gleichzeitig werden für 14 Filialen eingeschränkte Öffnungszeiten gelten. Sie werden nur vier Tage in der Woche und dann wechselweise vor- und nachmittags geöffnet sein .


Das Kundenverhalten in der digitalen Welt ist allerdings nur ein Grund für die Einschnitte in der Filialabdeckung. Der zweite Grund sind die Niedrigzinsphase und die gestiegenen regulatorischen Anforderungen. Die setzen immer mehr Institute unter Spar-Druck. "Wir haben uns gegen Gebührenerhöhungen und stattdessen für die Filialschließungen entschlossen", sagt Sander. "Das halten wir für den besseren Weg." Höhere Gebühren werde es auch in der näheren Zukunft bei der Sparkasse Saarbrücken nicht geben, sagt er.

Für die Filialschließungen habe es unterschiedliche Gründe gegeben. Einige Standorte hatten demnach zu wenig Kunden und Mitarbeiter, um sie noch weiter sinnvoll betreiben zu können. Andere hatten wiederum zu wenig Kunden, weil sie zu dicht an anderen Filialen lagen. Geschlossen werden drei Filialen in Saarbrücken, zwei in Völklingen, eine in Heusweiler-Wahlschied und eine in Püttlingen.



Betriebsbedingte Kündigungen soll es trotz der Schließungen nicht geben, betont Sander. Die rund 25 betroffenen Mitarbeiter würden an anderen Stellen eingesetzt. Mittelfristig würde dann der dadurch entstehende Personalüberhang durch altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter wieder ausgeglichen. Aktuell beschäftigt die Sparkasse Saarbrücken laut Kuntz 1270 Mitarbeiter.

Die betroffenen Filialen der Sparkasse finden Sie im Internet unter www.saarbruecker-zeitung.de/ sparkasse-sb