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Messe Abi - Was dann?
Zielstrebige Schüler, optimistische Aussteller

Lars Haab von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Saar) erklärt einer Gymnasiastin, wie ein Studium an seiner Einrichtung abläuft.
Lars Haab von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Saar) erklärt einer Gymnasiastin, wie ein Studium an seiner Einrichtung abläuft. FOTO: Rich Serra
Saarbrücken. Bei der Info-Messe „Abi – was dann?“ in Saarbrücken geben Unternehmen und Hochschulen Schülern Tipps zur Berufswahl.

Den ganzen Tag im Büro verbringen? Am Schreibtisch sitzen? Kaum in Bewegung sein? Nein, Danke! Moritz Spick hat genaue Vorstellungen davon, was er später einmal beruflich machen will – und vor allem: was nicht. Der 16-jährige Gymnasiast der Saarbrücker Marienschule sagt: „Ich will eine Arbeit, bei der ich körperlich aktiv sein kann.“ Zu den Arbeitgebern, die er interessant findet, gehört Saarstahl. Aber auch eine Tätigkeit beim Zoll oder bei der Bundeswehr kann er sich vorstellen. Unter anderem über diese drei hat sich der Schüler gestern in der Saarbrücker Congresshalle erkundigt – anlässlich der zweitägigen Info-Messe „Abi – was dann?“.


Moritz Spick ist einer von rund 9000 Schülerinnen und Schülern, die die Berufs- und Ausbildungsmesse an den beiden Tagen besuchen. Mit dieser Zahl rechnet jedenfalls Frank Becker. Er ist Leiter des Organisationskomitees von „Abi – was dann?“ und Mitglied im Rotary Club Völklingen. Mehrere saarländische und rheinland-pfälzische Rotary Clubs organisieren die Messe. 67 Schulen haben sich diesmal angemeldet; 55 aus dem Saarland, acht aus Rheinland-Pfalz und vier aus Lothringen.

Für Frank Becker ist es die dritte Messe. Sein erster Eindruck: Die Aussteller sind optimistischer als in den vergangenen Jahren – und die Schüler zielstrebiger, besonders die Mädchen. „Nicht alle Schüler haben schon eine Idee, was sie später machen wollen. Deshalb ist die Messe wichtig“, sagt Becker.



Fabienne, Pia und Joelle bestätigen das. Die drei 16-Jährigen gehen aufs Albert-Einstein-Gymnasium in Völklingen. Die Informationen der Aussteller seien sehr hilfreich, um sich einen Überblick zu verschaffen, sagt Joelle. Fabienne und Pia nicken.

Becker freuen solche Rückmeldungen. Und ihn freut auch das, wie er es nennt, „hochwertige Angebot“ der rund 100 Aussteller „aus dem halbem Bundesgebiet“.

Ob bei Aldi Süd, der Dillinger Hütte oder der Saarbrücker Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Saar): Die Vertreter der Betriebe treffen in der Regel auf gut vorbereitete und neugierige Schüler. Typische Fragen sind: Wie läuft die Ausbildung ab? Kann ich bei euch auch studieren? Was kann ich später verdienen? „Sie fragen gezielt nach“, sagt Sarah Ziegler von der Aldi-Süd-Verwaltung in Bous. „Das Interesse ist groß“, berichtet Lars Haab von der HTW Saar.

Dass die Schüler gut vorbereitet sind, hat seinen Grund: „Wir führen vor der Messe Gespräche mit den Schulen und weisen auf die Bedeutung der Veranstaltung hin. Die Studienstiftung Saar unterstützt uns dabei“, sagt Frank Becker. Er hat außerdem festgestellt: Beim Berufe-Check im Internet unter der Adresse www.abi-was-dann.info hat es diesmal vor der Messe fast doppelt so viele Aufrufe gegeben wie beim letzten Mal, nämlich mehr als 4000. „Nach der Messe werden es wohl nochmal so viele“, sagt er.

Moritz Spick hat den Berufe-Check schon gemacht. Sein Ergebnis: Er könnte Kfz-Mechatroniker werden. „Ja, würde mir gefallen“, sagt er. Die Hauptsache ist: Bloß nicht den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen.

www.abi-was-dann.info/berufecheck-messe.html