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Neues Finanzierungsinstrument
Saarland und EU gewähren Firmen Nachrangdarlehen

Saarbrücken. Kleine und mittlere Unternehmen sowie Firmengründer können in Zukunft ein Nachrangdarlehen erhalten, das zur Hälfte aus einem Topf des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) gespeist wird.

Das teilten Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke (SPD) und Doris Woll, Vorstandsvorsitzende der landeseigenen Strukturbank SIKB, gestern mit. Auf saarländischer Seite haben das Ministerium und die SIKB diesen Fonds aufgelegt. Dafür stehen bis zum Jahr 2023 16 Millionen Euro bereit, von denen die Hälfte  aus Efre-Mitteln stammt. Die Nachrangdarlehen können bis zu einer Höhe von einer Million Euro gewährt werden. Die Untergrenze wurde auf 100 000 Euro festgelegt. Die Laufzeit beträgt bis zu zehn Jahre bei fünf tilgungsfreien Anlaufjahren, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Der Zinssatz schwanke je nach Bonität zwischen 2,02 und 3,82 Prozent pro Jahr.


Bei einem Nachrangdarlehen erhält der Darlehensgeber im Rahmen einer Insolvenz oder bei einer Firmenliquidation erst sein Geld zurück, wenn alle andere Gläubiger ausgezahlt wurden. Entsprechend hoch ist das Ausfallrisiko.