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Saar-Unternehmer Scheer kritisiert Cebit-Ende scharf
Scheer übt scharfe Kritik an der Cebit-Schließung

Saarbrücken/Hannover. Mit der Aufgabe der weltgrößten Computermesse Cebit verspiele Deutschland seinen Vorsprung in der Digitalisierung. Diesen Vorwurf erhebt der Saarbrücker IT-Unternehmer und ehemalige Präsident des Branchenverbandes Bitkom, August Wilhelm Scheer, an die Adresse der Deutschen Messe AG als Veranstalter. ts
Thomas Sponticcia

Offensichtlich habe es an unternehmerischer Kraft und einer entsprechenden Fachkompetenz gemangelt. Zudem wurde der Messeausschuss, in dem die maßgeblichen Aussteller vertreten waren, nur „von vertriebsorientierten Repräsentanten der großen ausländischen IT-Unternehmen  dominiert. Bei ihnen galt das kurzfristige Geschäft mehr, als das Herzblut, am deutschen Standort eine weltweit führende Messe zu unterstützen“, kritisiert Scheer, der jedes Jahr auch mit seinem Unternehmen auf der Messe vertreten war.


„Die Telekommunikation wanderte nach Barcelona ab, die Consumer Electronics nach Las Vegas, die Funkausstellung punktet in Berlin und die aufkommende Spieleszene etablierte sich bei der Gamescom in Köln.“ Eine große Kehrtwendung, um Gebiete zurückzugewinnen, habe es nicht gegeben. Jetzt fehle eine Plattform für Begegnungen von Entscheidern.