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Saar-Firmen zeigen Präsenz auf der Cebit

Der Einsatz von Robotern im Arbeitsleben ist auf der diesjährigen Cebit Thema bei zahlreichen Ausstellern. Foto: dpa
Der Einsatz von Robotern im Arbeitsleben ist auf der diesjährigen Cebit Thema bei zahlreichen Ausstellern. Foto: dpa FOTO: dpa
Hannover. Bei der diesjährigen IT-Messe sind über zwei Dutzend Aussteller aus der Region vertreten. Heute findet der Tag des Saarlandes statt. Thomas Sponticcia

Noch stehen keine Roboter am Eingang der Cebit in Hannover, um die Eintrittskarten der erwarteten rund 200 000 Besucher zu kontrollieren. Doch das könnte sich auf der weltgrößten Fachmesse für Computertechnik und Digitalisierung bald ändern. Denn nahezu alles in den Messehallen dreht sich in diesem Jahr um Neuentwicklungen und praktische Anwendungen, die die Zusammenarbeit von Menschen, Robotern und Maschinen verbessern können. Die Möglichkeiten reichen von schnelleren Abläufen in der Produktion, etwa in der Autoindustrie, bis hin zur automatischen Steuerung bestimmter Betriebsabläufe oder sogar kompletter Werke. Die Sicherheit im Datenaustausch als Voraussetzung solcher Kooperationen zwischen Mensch und Maschine spielt dabei auf der Cebit eine genauso große Rolle wie die Frage, inwieweit der Mensch auch privat im Digitalzeitalter von neuen Anwendungen profitieren kann: vom ferngesteuerten Haus per App bis hin zur Sicherung persönlicher Daten gegen Hackerangriffe.

Insgesamt 3000 Aussteller aus 70 Ländern sind in diesem Jahr vertreten. Auch das Saarland präsentiert sich schon von der Zahl der Aussteller her so stark wie seit Jahren nicht mehr. Alleine zwölf Unternehmen sind am Saar-Gemeinschaftsstand in Halle 5 vertreten. Sonia Lebouc, die den Gemeinschaftsstand im Auftrag der Wirtschafts-Förderungsgesellschaft Saaris betreut, bezeichnet die Cebit als "immer noch extrem wichtig" für die Saar-Aussteller. Nach einem vorübergehenden Besucher- und Aussteller-Einbruch vor etwa vier Jahren und der in Folge kompletten Neuausrichtung der Cebit von einer Verbraucher- zu einer reinen Fachmesse, sei das Interesse wieder stark angestiegen. Der Saar-Gemeinschaftsstand biete die ideale Plattform, gerade auch für junge Unternehmen, sich mit ihren Produkten und Dienstleistungen einem größeren Publikum vorzustellen. Die Halle 5 sieht Lebouc als ideal an, zumal man sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Halle 6 mit den dort zahlreichen saarländischen Forschungsaktivitäten präsentieren könne, etwa des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) oder auch des Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit (Cispa). Gleich am heutigen ersten Messetag findet am Saar-Gemeinschaftsstand der Tag des Saarlandes statt, in dessen Rahmen sich auch Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke mit einer Wirtschaftsdelegation einen Überblick über die Produkte der Saar-Aussteller verschaffen wird.

Thomas Gard, Vorstandssprecher der börsennotierten Orbis AG, sieht die Präsenz auf der Cebit als "wichtig an, weil wir dort neueste Produkte vorstellen und unsere Kunden treffen können." Orbis wie ebenso die Scheer Gruppe präsentieren auf der Cebit Software-Lösungen zur Steuerung von Betriebsabläufen.

Zwölf Einzelaussteller aus dem Saarland sind in den Messehallen vertreten. Das Cispa etwa will Möglichkeiten aufzeigen, wie man Sicherheitslücken schneller als Cyberkriminelle finden kann. Das DFKI präsentiert sich mit 20 Exponaten aus zwölf Forschungsbereichen. Gezeigt wird unter anderem, wie Leichtbauroboter für die Zusammenarbeit mit Menschen trainiert werden. Aber auch, wie ein Landwirt per App Daten über den Gesundheitszustand seiner Kühe sammeln kann. Auch am Forschungsstand der Saar-Uni in Halle 6 sind zahlreiche Trends der Digitalisierung zu sehen. So stellen Computerlinguisten neu entwickelte Assistenzsysteme für Fluglotsen vor, die das Fliegen noch sicherer machen sollen. Und Informatiker wollen vorführen, wie man Angriffe von Cyber-Kriminellen abwehren kann.