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Studie der Universität des Saarlandes
Saar-Akademiker schnell in Jobs

Saarbrücken. Uni-Absolventen haben im Schnitt nach sechs Monaten qualifizierte Arbeitsplätze. Sarah Jann

Absolventen der Universität des Saarlandes finden in der Regel spätestens nach einem halben Jahr eine sozialversicherungspflichtige Stelle. Das zeigt eine gestern veröffentlichte Studie der Saar-Uni. Die Karrierepfade von insgesamt 17 000 Absolventen der Hochschule wurden dafür ausgewertet. Das Ergebnis gelte fächerübergreifend. Absolventen der naturwissenschaftlich-technischen Fakultäten und der Medizin würden aber etwas schneller als Geisteswissenschaftler im Arbeitsmarkt ankommen.


Beim ersten Einkommen liegen laut Studie die Mediziner weit vorne. Rund 110 Euro pro Tag verdient ein Mediziner in Vollzeit bei seiner ersten Anstellung nach dem Studium. Bei Mathematikern und Informatikern sind es etwa 99 Euro. Physiker und Mechatroniker kommen auf 97 Euro, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlern auf 87 Euro.

Laut Wolfgang Meyer, stellvertretender Leiter des Centrums für Evaluation der Saar-Universität, finden nur zehn Prozent der Absolventen ihren ersten Arbeitsplatz in der Industrie. Die meisten steigen in Dienstleistungsberufe oder im Unternehmensmanagement ein. Drei Prozent der Absolventen machen sich selbstständig.

Über die Hälfte (56 Prozent) der Absolventen der Saarbrücker Universität fand laut Studie die erste Arbeitsstelle im Saarland. Davon waren 71 Prozent Saarländer. Insgesamt bleiben 63 Prozent der Absolventen im Saarland wohnen. Sieben Prozent arbeiten von Zuhause aus für eine auswärtige Firma oder pendeln, sagt Freya Gassmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Sportökonomie und Sportsoziologie.

Von den Absolventen, die aus dem übrigen Bundesgebiet stammen, bleiben etwa 35 Prozent für die erste Anstellung im Saarland. Dieser „Klebeeffekt“ gelte insbesondere für Absolventen aus den eher strukturschwachen Bundesländern. Während Absolventen aus wirtschaftsstarken Bundesländern wie Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen oder Bayern jedoch häufig in diese zurückkehren. 13 Prozent der 17 000 Absolventen der Universität des Saarlandes fanden ihren ersten Arbeitsplatz im Ausland.