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Frankfurt
RWE-Tochter Innogy entlässt Vorstandschef

Frankfurt. Ex-EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hält den vorsichtigen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) beim Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik für richtig. Die Entscheidung der EZB, im Januar 2018 mit dem Eindämmen der Geldflut zu beginnen, „war sehr wichtig und markiert den Beginn der Normalisierung“, sagte Trichet, der heute 75. Geburtstag feiert.

  Die RWE-Tochter Innogy entlässt mit sofortiger Wirkung ihren Vorstandschef Peter Terium. Die Trennung sei im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat beschlossen worden, teilte Innogy überraschend gestern Abend in Essen mit. Einstweilen werde Personalvorstand Uwe Tigges den Posten übernehmen.


Die RWE-Ökostrom- und Netztochter Innogy hatte letzte Woche wegen der Probleme auf dem britischen Markt die Gewinnprognose für 2017 gekappt. Unter anderem wegen stark gestiegener Investitionen sei auch für 2018 mit geringeren Ergebnissen zu rechnen, hieß es. Der Mutterkonzern RWE hält 77 Prozent der Innogy-Anteile. Eine RWE-Sprecherin hatte seinerzeit betont, dass das Unternehmen an seinen Gewinnerwartungen festhalte.