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Rehlinger wirbt für Saar-Industrie

Saarbrücken. . Eine "Woche der Industrie", wie sie bundesweit vom 17. bis 25. September ausgerufen wird, bräuchte das Saarland in dieser Form eigentlich gar nicht, sagt Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD ). Schließlich stehe hier Industriepolitik durchgehend im Fokus. "Wir sind seit jeher der Auffassung, dass die Industrie eine ganz besondere Bedeutung für die Region hat", sagte sie gestern anlässlich der Vorstellung der "Woche der Industrie". Ganz verstreichen lassen will man sie hier im Saarland aber denn auch nicht. Um mehr Akzeptanz für eine Ausbildung in der Industrie zu erreichen, sollen deshalb Schüler der achten Klasse aus mehreren Schulen Unternehmen der Saar-Industrie besuchen, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen. Joachim Wollschläger

Dass die Industrie ein wichtiger Faktor im Saarland ist, darüber waren sich neben der Wirtschaftsministerin Vertreter der Wirtschaft wie Oswald Bubel, Präsident der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU), und IHK-Präsident Richard Weber ebenso einig wie DGB-Chef Eugen Roth und Arbeitskammer-Vorstandschef Hans Peter Kurtz. Bubel betonte, dass Industrie Wohlstand schaffe, gute Arbeit biete und sich als guter Nachbar präsentiere. Zum letzten Punkt sagte er, dass Industrie die technischen Grundlagen schaffe, die Umwelt zu schonen und das Leben zu verbessern.


Kurtz dagegen wies darauf hin, dass die Industrie auch darauf achten müsse, nach einer soliden Ausbildung auch entsprechende Karrieremöglichkeiten zu bieten. Sonst würden die gut ausgebildeten Arbeitnehmer das Saarland schnell verlassen.