| 20:41 Uhr

Kontogebühren auch bei der PSD Bank
PSD Bank führt jetzt auch Kontogebühren ein

Saarbrücken. Vorstandswechsel an der Saar zum Jahresende. ulo

() Das gebührenfreie Girokonto fällt weg: Die PSD Bank Rhein-Neckar-Saar wird trotz anhaltenden Gewinnkurses zum 1. April für Kunden ab dem 25. Lebensjahr eine monatliche Kontoführungspauschale von 2,50 Euro einführen. Das gab Vorstandschef Jürgen Wunn auf der Bilanz-Pressekonferenz in Saarbrücken bekannt. Gleichzeitig wird die Bank Digitalisierung sowie Fonds- und Wertpapiergeschäft vorantreiben und tausend Mietwohnungen kaufen. Für die Fusion mit einer anderen Genossenschaftsbank oder auch mit einer genossenschaftlichen Wohnungsgesellschaft sei man offen, doch gebe es keinerlei konkreten Pläne.


„Wir hatten vom wirtschaftlichen Ergebnis her ein gutes Jahr 2017“, betonte der Chef der zu den hundert größten Genossenschaftsbanken zählenden PSD Bank mit ihren Standorten Stuttgart, Freiburg und Saarbrücken. Bei einer um 0,2 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro gestiegenen Bilanzsumme erzielte die Bank einen Jahresüberschuss nach Steuern und Risikovorsorge von 4,28 Millionen Euro. Er lag  knapp unter Vorjahresniveau. Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit 164 – davon 40 in Saarbrücken – ebenfalls konstant. Für 2018 erwartet Wunn eine Spiegelung der letztjährigen Geschäftsergebnisse und Personalzahlen.

Von den 109 000 Kunden der PSD Bank zwischen Bodensee und der luxemburgischen Grenze kommen 35 000 aus dem Gebiet Saarland/Westpfalz. Darunter sind 17 000 Mitglieder mit Genossenschaftsanteilen, die eine 2,5 prozentige Verzinsung (bis maximal 1000 Euro Anlage) plus Bonuszahlungen bieten. Dank ihres Standortes in der Saarbrücker Bahnhofstraße mit Samstagöffnung hat die PSD Bank ihre Bekanntheit im Saarland einer Umfrage zufolge fast verdoppelt. Vorstandschef Wunn geht Ende 2018 in Ruhestand. Der Aufsichtsrat hat den 39-jährigen Matthias Brändle (Stuttgart) zum 1. April neu in den Vorstand berufen. Er soll vor allem die weitere Digitalisierung verantworten.