| 21:17 Uhr

Branche hat Probleme
Paketdienste wollen mehr Geld für Haustür-Lieferungen

In der Weihnachtszeit werden besonders viele Pakete verschickt.
In der Weihnachtszeit werden besonders viele Pakete verschickt. FOTO: Rolf Vennenbernd / dpa
Düsseldorf. Für Lieferungen bis zur Haustür müssen Paketkunden künftig vermutlich einen Aufschlag zahlen. „In der Zukunft kann es so kommen, dass die Paketdienste standardmäßig an den Paketshop liefern und die Lieferung zur Haustür dann zum Beispiel 50 Cent kostet“, sagte der Geschäftsführer des Paketdiensts DPD, Boris Winkelmann, gestern der „Wirtschaftswoche“. Gründe dafür seien der zunehmende Aufwand und hohe Kosten wegen des stetig wachsenden Online-Handels. Der Zusteller Hermes erwägt neben Gebühren auch Obergrenzen für Paketsendungen. Das Unternehmen, das nach eigenen Angaben in der Weihnachtszeit rund 2,2 Millionen Pakete ausliefert, erwartet dieses Jahr das mengenstärkste Weihnachtsgeschäft seiner Geschichte. Marktführer DHL plant dagegen keine Mehrbelastung.

() Für Lieferungen bis zur Haustür müssen Paketkunden künftig vermutlich einen Aufschlag zahlen. „In der Zukunft kann es so kommen, dass die Paketdienste standardmäßig an den Paketshop liefern und die Lieferung zur Haustür dann zum Beispiel 50 Cent kostet“, sagte der Geschäftsführer des Paketdiensts DPD, Boris Winkelmann, gestern der „Wirtschaftswoche“. Gründe dafür seien der zunehmende Aufwand und hohe Kosten wegen des stetig wachsenden Online-Handels. Der Zusteller Hermes erwägt neben Gebühren auch Obergrenzen für Paketsendungen. Das Unternehmen, das nach eigenen Angaben in der Weihnachtszeit rund 2,2 Millionen Pakete ausliefert, erwartet dieses Jahr das mengenstärkste Weihnachtsgeschäft seiner Geschichte. Marktführer DHL plant dagegen keine Mehrbelastung.


Auch der Bundesverband Onlinehandel sieht ein dauerhaftes „Logistikproblem“. Die Kunden müssten sich „stärker in den Lieferprozess einbringen“ – Lösungen wie mehr Abholstationen seien denkbar.