| 20:15 Uhr

Opel schaltet wegen der Brexit-Folgen auf Kurzarbeit

Rüsselsheim. Die Folgen des Brexit machen dem Autohersteller Opel schwer zu schaffen. Wegen der schwachen Nachfrage in Großbritannien plant das Unternehmen für die Werke in Rüsselsheim und Eisenach Kurzarbeit ein, wie ein Opel-Sprecher sagte. Dort werden die Modelle Insignia und Corsa für den britischen Markt gefertigt, wo Opel über die Schwestermarke Vauxhall so viele Autos verkauft wie sonst nirgendwo in Europa. Der Sprecher bestätigte aber nicht die vom Magazin "Spiegel" genannte Zahl von 28 Tagen Kurzarbeit bis Jahresende für Rüsselsheim . Agentur

Bereits bei der Präsentation der Halbjahreszahlen mit der lange erwarteten Rückkehr in die Gewinnzone hatte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann vor negativen Folgen des Brexit gewarnt und die Risiken auf bis zu 400 Millionen Dollar (363 Millionen Euro) bis zum Jahresende beziffert. Zwar baut die General-Motors-Tochter auch in England Autos. Die Wertschöpfung für den dort montierten Astra finde aber zu mehr als 80 Prozent auf dem Kontinent statt. Wegen des gefallenen britischen Pfund stiegen im englischen Werk die Produktionskosten.