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Eilmeldung : Annegret Kramp-Karrenbauer soll neue CDU-Generalsekretärin werden

| 21:05 Uhr

Saar-Handwerk
Neueste Technik für Ausbildung im Handwerk

Mitte 2018 soll der Standort des Erweiterungsbaus der Handwerkskammer feststehen. Die Kammer favorisiert den Parkplatz gegenüber.
Mitte 2018 soll der Standort des Erweiterungsbaus der Handwerkskammer feststehen. Die Kammer favorisiert den Parkplatz gegenüber. FOTO: Lothar Warscheid
Saarbrücken. 2018 investiert die Handwerkskammer 4,3 Millionen Euro. Auszubildende sollen mit modernsten Maschinen arbeiten. Von Thomas Sponticcia

Das saarländische Handwerk mit seinen 6700 Beschäftigten hat 2017 angesichts einer guten Konjunktur und voller Auftragsbücher sein bisher erfolgreichstes Jahr überhaupt erlebt. Damit das Handwerk auch künftig für junge Menschen eine attraktive Adresse bleibt, nimmt die Kammer nach den Worten ihres Präsidenten Bernd Wegner Anfang 2018 rund 4,3 Millionen Euro in die Hand. Damit sollen insbesondere die Ausbildungs-Einrichtungen für die verschiedensten Berufe auf den technisch neuesten Stand gebracht werden.



Rund 2,5 Millionen Euro steuert der Bund in Form eines Zuschusses bei, etwa 700 000 Euro konmen vom Land, den Rest übernimmt das Handwerk selbst. Der Löwenanteil des Geldes soll der Modernisierung der Ausbildung in den Metallberufen zukommen, aber auch die Bereiche Augenoptik, Friseur und Bäcker sollen profitieren. Heute würden schon zahlreiche Maschinen digital gesteuert. Gleichzeitig verarbeiteten diese  so viele Informationen wie nie zuvor. Öfen zum Beispiel  werteten in kürzester Zeit zahlreiche Prozessdaten aus. So könnten mit Hilfe dieser technischen Unterstützung Bäcker optimale Backmischungen herstellen. In nahezu jedem Beruf arbeiteten Handwerker heute mit neuester Digitaltechnik. Das mache das Handwerk noch attraktiver.  Auch die Meister- und Technikerschule werde mit dem Geld auf den neusten Stand gebracht.

Hier freuten sich Wegner und Hauptgschäftsführer Arndt Klein-Zirbes in der Jahres-Abschluss-Pressekonferenz der Handwerkskammer besonders darüber, dass ab dem 1. Januar 2018 junge Handwerkerinnen und Handwerker den neuen Meisterbonus beantragen können. Hierfür stellt die Landesregierung im Landeshaushalt eine Million Euro zur Verfügung. Bewerber können einen Förderbetrag von je 1000 Euro bekommen. Voraussetzung ist, das entweder der Hauptwohnsitz des Bewerbers oder der des Unternehmens im Saarland ist. Neben dem Meisterbonus als finanzielle Hilfe können junge Leute als Alternative auch weiter Meister-Bafög beantragen.

Bis Mitte 2018 soll auch entschieden sein, an welchen Standort der Erweiterungsbau der Handwerkskammer kommt. Die Kammer selbst favorisiert hierfür den Parkplatz gegenüber der Kammer.

Nach dem bisherigen Erfolg will man sich vom 20. bis 28. April 2018 erneut an der Messe „Haus und Garten“ auf dem Gelände des E-Werks in Saarbrücken-Burbach beteiligen,. So soll dem Saar-Handwerk nach dem Aus des Messegeländes am Schanzenberg weiter eine Plattform für ihre Produkte geboten werden. 2018 komme eine weitere Halle hinzu. 160 Handwerksbetriebe wollen sich beteiligen,die Flächen seien schon zu 90 Prozent belegt.



Trotz des Ausweichquartiers am E-Werk übten Kammerpräsident Wegner und Hauptgeschäftsführer Klein-Zirbes massive Kritik an der Landesregierung sowie der Stadt Saarbrücken. „Es gibt immer noch kein professionelles Messegelände“, so Klein-Zirbes. „Das Vorhandensein eines Ausweichquartiers entbinden die Stadt Saarbrücken und das Land nicht davon, ein professionelles Messekonzept vorzulegen“, sagte er. Es seien keine Fortschritte zu erkennen. „Nach außen in die Öffentlichkeit ist nichts zu sehen“, kritisierte Wegner. Als CDU-Abgeordneter im Landtag nehme er jedoch wahr, das das Land hinter den Kulissen an einem Messekonzept arbeitet. Er räumte aber ein, dass dieses Konzept der Öffentlichkeit nicht vor 2019 vorgestellt werden soll. Das Provisorium am E-Werk könne einen professionellen Messestandort nicht ersetzen. „Die Rahmenbedingungen passen nicht“, so Wegner.