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Saar-Brauerei
Mixery treibt das Karlsberg-Geschäft

Brauereichef Christian Weber geht auch von einem guten zweiten Halbjahr aus.
Brauereichef Christian Weber geht auch von einem guten zweiten Halbjahr aus. FOTO: Oliver Dietze
Homburg. Die Homburger Brauerei ist mit deutlichen Zuwächsen ins Jahr gestartet. Dabei haben auch die WM und die Hitzewelle geholfen. Von Thomas Sponticcia
Thomas Sponticcia

Die Karlsberg Brauerei in Homburg ist gut in das Jahr 2018 gestartet. Demnach konnte sie in den ersten sechs Monaten die Umsatzerlöse der Gesellschaft mit 66,9 Millionen Euro um 2,1 Millionen Euro steigern. Christian Weber, Generalbevollmächtigter der Karlsberg-Brauerei KG, führt dies insbesondere auf Erfolge im inländischen Markengeschäft (plus 2,3 Millionen Euro) und Zuwächse im Exportgeschäft außerhalb Europas zurück (plus 4,6 Millionen Euro). Die Fußball-Weltmeisterschaft sowie die lange Hitzeperiode hätten zu den guten Rahmenbedingungen für die Branche beigetragen. Zudem sei erkennbar, dass Verbraucher bereit seien, für hochwertige Produkte mehr Geld auszugeben.


Die Umsatzzuwächse von 5,3 Prozent im Inland wurden vor allem durch die Marken Karlsberg und Mixery erreicht. Mixery habe mit neuen Sorten sogar ein Wachstum von 18 Prozent erreicht. Es sei mittlerweile national im Handel erhältlich und habe sich als der wesentliche Treiber für das Geschäft im ersten Halbjahr erwiesen. In der Pfalz wachse das Geschäft derzeit stärker als im Saarland, weil man an der Saar über Jahre hinweg schon einen beeindruckenden Marktanteil erreicht habe, sagt Geschäftsführer Markus Meyer. Für zusätzliche Aufmerksamkeit in der Kundschaft hätten auch zwei Auszeichnungen gesorgt, der International Craft Beer Awards sowie die World Beer Awards. Deshalb sei es ebenfalls gelungen, im Auslandsgeschäft um über vier Millionen Euro zu wachsen – ausschließlich mit eigenen Marken. Im zweiten Halbjahr werde man sich speziell um Bockbier kümmern. Weitere Produktneuheiten seien 2018 nicht geplant. Auch in Frankreich konzentriere man sich weiter auf eigene Marken.

Das bereinigte Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern (Ebitda) sowie das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) konnte mit 9,2 Millionen Euro beziehungsweise 4,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden (7,1 Millionen Euro beziehungsweise 2,3 Millionen Euro). Die Ebitda-Marge verbesserte sich auf 13,7 Prozent (Vorjahr 10,9 Prozent) und die Ebit-Marge auf 7,0 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent). Weber und Meyer gehen für das zweite Halbjahr von einer weiteren positiven Ertragsentwicklung im In- und Ausland aus. Für das Geschäftsjahr 2018 rechnen sie mit einem einstelligen Anstieg der Umsatzerlöse.



Die Karlsberg Brauerei beschäftigt am Standort Homburg rund 290 Mitarbeiter, mit allen dazugehörenden Unternehmen im Verbund insgesamt 500 Mitarbeiter. Die Unternehmensanleihe laufe hervorragend und dauerhaft auf hohem Niveau, sagt Christian Weber. Sie hat eine Laufzeit bis 2021.