Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:47 Uhr

Tarifkonflikt
Metall-Tarifparteien steuern auf Einigung zu

Stuttgart/Saarbrücken. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie scheint eine Einigung noch am Montagabend oder in der Nacht zum Dienstag möglich. „Wir haben uns sowohl in der Geldfrage als auch bei den qualitativen Themen angenähert“, sagte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf am Abend. IG-Metall-Verhandlungsführer Roman Zitzelsberger sagte ebenfalls, man sei einen erheblichen Schritt weitergekommen. Beide Parteien wollten sich nun zunächst zurückziehen, um mit ihren Gremien und den Vorständen der jeweiligen Dachverbände zu beraten. „Dort werden wir über die aktuellen Stände berichten und uns Rückmeldung holen“, sagte Zitzelsberger, „und dann versuchen, in einer weiteren gemeinsamen Runde die letzten Hürden zu überbrücken. Das heißt, es kann heute gelingen.“

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie scheint eine Einigung noch am Montagabend oder in der Nacht zum Dienstag möglich. „Wir haben uns sowohl in der Geldfrage als auch bei den qualitativen Themen angenähert“, sagte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf am Abend. IG-Metall-Verhandlungsführer Roman Zitzelsberger sagte ebenfalls, man sei einen erheblichen Schritt weitergekommen. Beide Parteien wollten sich nun zunächst zurückziehen, um mit ihren Gremien und den Vorständen der jeweiligen Dachverbände zu beraten. „Dort werden wir über die aktuellen Stände berichten und uns Rückmeldung holen“, sagte Zitzelsberger, „und dann versuchen, in einer weiteren gemeinsamen Runde die letzten Hürden zu überbrücken. Das heißt, es kann heute gelingen.“

Joachim Malter, der für den Arbeitgeberverband der saarländischen Metall- und Elektroindustrie in Stuttgart dabei ist, äußerte sich zurückhaltend. „Die Verhandlungen sind ungewöhnlich schwierig und komplex.“ Schließlich geht es nicht nur um eine Lohnforderung der Gewerkschaft von sechs Prozent, sondern demnach auch um befristete Möglichkeiten zur Reduzierung der Arbeitszeit auf 28 Wochenstunden. Bestimmte Gruppen wie Schichtarbeiter, pflegende Angehörige oder Eltern junger Kinder sollten einen Teil-Ausgleich für entgangenen Lohn erhalten. Die Arbeitgeber lehnten das bisher ab und fordern im Gegenzug, dass die Arbeitszeit dann auch nach oben ausgedehnt werden kann, weil viele Beschäftigte durchaus bereit seien, 40 Stunden die Woche zu arbeiten, um mehr Geld zu verdienen.

Bei den Gesprächen in Stuttgart soll ein Pilotabschluss für alle 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie bundesweit erzielt werden. Mit dem Ergebnis müssten aber die Unternehmen in allen Tarifgebieten leben können, sagte Malter. Deshalb seien viele Rücksprachen notwendig. Die Verhandlungen brauchen daher viel Zeit. Bis zum Redaktionsschluss unserer Zeitung dauerten die Tarifgespräche noch an.

Es ist die sechste Verhandlungsrunde im Metall-Tarifkonflikt, nachdem in der vergangene Woche die Branche Ziel einer dreitägigen Warnstreikwelle der IG Metall war. Erstmals organisierte die Gewerkschaft 24-Stunden-Streiks. Im Saarland waren davon Großbetriebe wie ZF, Ford und Bosch betroffen. Die Streiks hätten  sicherlich zu deutlichen Schäden geführt, sagte Südwestmetall-Chef Wolf. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) schätzte die Einbußen auf 771 bis 895 Millionen Euro.