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Kommentar
Mehr Stabilität für den Euro

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Das war eine gute Nacht für den Euro. Die Finanzminister haben sich auf ein Arsenal an Instrumenten zur gegenseitigen Überwachung und Krisenintervention verständigt, das einen wichtigen Schritt nach vorne bedeutet. Von Detlef Drewes

Wenn das Geflecht aus Bankenunion und ESM-Stabilitätsmechanismus in einigen Jahren einmal steht und finanziert ist, gibt es keinen Grund mehr, in einer Krise dem Steuerzahler in die Tasche zu greifen, um Banken zu retten. Und wenn ein Staat Hilfe braucht, muss er sich der Überwachung durch den ESM unterwerfen. Das wird kein Land wollen, weil es sonst als Krisenkandidat bloßgestellt wäre. Dieser Umbau der Euro-Zone kann aber nicht die Entschlossenheit aller Regierungen und ihrer Bürger ersetzen, über die Rolle des Staates als Glücksbringer mit einem Füllhorn voller Wahlgeschenke nachzudenken.