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Ausbildung
Mehr Lehrlinge im Handwerk dank Flüchtlingen

München. Nach jahrelangem Lehrlingsschwund steigen die Ausbildungszahlen im Handwerk dank junger Flüchtlinge. Nach den bisher vorliegenden Zahlen aus Nordrhein-Westfalen und Bayern ist der leichte Anstieg der Lehrverträge im vergangenen Jahr darauf zurückzuführen, dass viele Asylbewerber eine Ausbildung begonnen haben. In Nordrhein-Westfalen etwa stellten die Handwerker nach Verbandsangaben 29 282 Lehrlinge ein, 803 mehr als im Vorjahr. Darunter waren 1527 Flüchtlinge. Ohne sie hätte es in Nordrhein-Westfalen im Handwerk ein Azubi-Minus gegeben. In Bayern war 2017 rund jeder zehnte neue Handwerks-Lehrling ein Flüchtling: 2705 von 26 459.

Nach Einschätzung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) erschweren jedoch nach wie vor bürokratische Hürden die Anstellung von Flüchtlingen. „Für die Betriebe ist nur wichtig, dass sie Rechtssicherheit haben. Das ist bis heute nicht in allen Fällen gewährleistet“, sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke.