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Mehr Ehrlichkeit bei Bauvorhaben nötig
Mehr Ehrlichkeit bei Bauvorhaben nötig

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Es ist kein Zufall, dass sich immer mehr große, prestigeträchtige Bauvorhaben verzögern, deutlich teurer werden und völlig aus dem Ruder laufen. Eine seriöse Planung  erfordert deutlich mehr Ehrlichkeit auf allen Seiten. Thomas Sponticcia

Angefangen bei den Bürgern. Sie müssen  sich von Anfang an einbringen, Planungen mitverfolgen und mögliche Bedenken nicht erst auf den letzten Drücker äußern. Im Fall des Großprojektes Stuttgart 21 etwa stellten der damalige Bahnchef Heinz Dürr und Baden-Württembergs Ministerpräsident  Erwin Teufel das Projekt schon in den Neunziger Jahren ohne größeres öffentliches Murren vor. Die Welle der Empörung folgte erst Jahre später kurz vor Baubeginn. Das hätte erheblich besser laufen können. Projekte müssen zudem generell seriöser durchgerechnet werden. Dafür muss man den Beteiligten mehr Zeit einräumen und alle Details im Blick behalten. Es kommt bei der Planung nicht darauf an, dass Politiker mit Blick auf anstehende Wahlen schnelle Erfolge gegenüber den Bürgern vorweisen können. Sondern auf die Verlässlichkeit aller Beteiligten.