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ICE-Strecke nach Paris
Landesregierung drängt auf bessere Bahnanbindung

Hans und Rehlinger drängen den Bundesverkehrsminister auf Unterstützung bei den Verhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der französischen Staatsbahn SNCF.
Hans und Rehlinger drängen den Bundesverkehrsminister auf Unterstützung bei den Verhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der französischen Staatsbahn SNCF. FOTO: dpa / Christoph Soeder
Saarbrücken. Die Landesregierung pocht in einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf den Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Saarbrücken und Ludwigshafen für die ICE und TGV zwischen Frankfurt und Paris. red

Vor vier Wochen waren die Ausbaupläne bei einer Neubewertung des Bundesverkehrswegeplans 2030 abgestuft worden. Dort wird diese Verbindung so bewertet, dass für ihre Verbesserung kein vordringlicher Bedarf mehr besteht. Dieses Ergebnis habe man mit großem Bedauern aufgenommen, schreiben Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin, Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD), an Bundesminister Scheuer.


Für die Erreichbarkeit des Saarlandes sei die Ausbaustrecke „enorm wichtig“, auch weil es sich um die einzige das Saarland direkt betreffende Strecke handele. Darüber hinaus machen sich Hans und Rehlinger Sorgen wegen der Konkurrenz der Nord-Strecke über Saarbrücken mit der Süd-Strecke über Straßburg.

Vor zwei Jahren war schon eine Zugverbindung von dem Nord- auf den Süd-Ast verlagert worden. „Es sind bereits erhebliche Mittel in die Infrastruktur der Stecke geflossen – dass das Verkehrsangebot hier reduziert wurde, ist für unser gemeinsames Ziel, den grenzüberschreitenden Verkehr in der Großregion zu stärken, ein deutlicher Rückschritt. Wir brauchen die Rückendeckung vom Bund, damit das Saarland beim Fernverkehr nicht abgehängt wird“, heißt es in dem Brief.



Hans weist darauf hin, dass das Saarland auf die Hochgeschwindigkeitsverbindung besonders angewiesen sei. Denn „das Saarland ist die Brücke zwischen Deutschland und Frankreich. Wir müssen dafür sorgen, dass sie auch genutzt werden kann, damit die Großregion weiter zusammenwachsen kann.“

Hans und Rehlinger drängen darüber hinaus den Bundesverkehrsminister auf Unterstützung bei den Verhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der französischen Staatsbahn SNCF. Bei den Gesprächen über die künftigen Verkehre dürfe das Saarland nicht außen vor bleiben.