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Kronzeuge gegen Deutsche Bank schlägt Millionenprämie aus

New York/Frankfurt. Aus Enttäuschung über zu lasche Strafen gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Deutsche Bank hat ein Tippgeber eine Millionenprämie der US-Börsenaufsicht SEC abgelehnt. Obwohl er den Regulierern Hinweise auf dubiose Geschäftspraktiken des Geldhauses gegeben habe, die im Mai 2015 auch zu einem Vergleich über 55 Millionen Dollar geführt hätten, seien die hochrangigen Verantwortlichen straffrei davongekommen, kritisiert der Ex-Mitarbeiter Eric Ben-Artzi in einem Gastbeitrag in der "Financial Times". Die Deutsche Bank wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Fall äußern. Agentur

Aus Enttäuschung über zu lasche Strafen gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Deutsche Bank hat ein Tippgeber eine Millionenprämie der US-Börsenaufsicht SEC abgelehnt. Obwohl er den Regulierern Hinweise auf dubiose Geschäftspraktiken des Geldhauses gegeben habe, die im Mai 2015 auch zu einem Vergleich über 55 Millionen Dollar geführt hätten, seien die hochrangigen Verantwortlichen straffrei davongekommen, kritisiert der Ex-Mitarbeiter Eric Ben-Artzi in einem Gastbeitrag in der "Financial Times". Die Deutsche Bank wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Fall äußern.


Im Rahmen eines SEC-Programms zur Belohnung von Mitarbeitern, die als Tippgeber bei der Aufarbeitung von Regelverstößen helfen, hätten Ben-Artzi eigentlich 8,25 Millionen aus einem insgesamt 16,5 Millionen Dollar umfassenden Fonds zustehen sollen. Die Aufsicht beteiligt Whistleblower in Höhe von zehn bis 30 Prozent an Bußgeldern.

Ben-Artzi prangerte an, dass die Strafe statt Top-Managern, die zum Teil mit Millionen-Boni in Rente hätten gehen können, Investoren und einfache Arbeitnehmer treffe. In dem Fall, zu dem Ben-Artzi ausgepackt hatte, ging es um Wertpapiere, deren Risiken während der Finanzkrise bewusst in der Bilanz verschleiert worden sein sollen. Der frühere Risikomanager wurde nach eigener Aussage gefeuert, nachdem er sich an die SEC gewandt hatte. Seine Karriere an der Wall Street sei damit beendet worden.