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Kommentar
Ein getriebener Verkehrsminister

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Jetzt ist das Thema Nachrüstungen Chefsache geworden. Kanzlerin Merkel will angesichts drohender Fahrverbote in den Großstädten Stuttgart und Frankfurt eine Lösung. Bisher hat Verkehrsminister Scheuer in dieser Sache weniger die Position der betrogenen Verbraucher als die der Autoindustrie eingenommen. Von Joachim Wollschläger
Joachim Wollschläger

Jetzt ist klar, dass die Kanzlerin auch ihn zu einer härteren Linie drängt.


Scheuers bisherige Lösung einer Prämie für den Tausch älterer Diesel-Autos hilft auch nur bedingt. Zwar ist es sicher sinnvoll, Besitzer von Uralt-Dieseln zu einem Wechsel zu bewegen, doch hohe Schadstoff-Werte finden sich ja auch bei recht neuen Modellen. Hier wird es ohne eine technische Lösung nicht gehen. Und wenn Software-Updates nicht reichen, müssen es im Zweifelsfall auch Hardware-Anpassungen sein.