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Kommentar
Gutes Signal für das Land

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Es ist eine unvorstellbar große Zahl: 800 Millionen Euro will ZF in das Saarbrücker Werk investieren. Und es ist eine klare Aussage: Der Konzern hat für das Werk in Saarbrücken klare Zukunftspläne. Von Joachim Wollschläger
Joachim Wollschläger

ZF tritt damit auch der Verunsicherung entgegen, wie es mit dem Werk in Zeiten weitergeht, in denen immer mehr Menschen über E-Mobilität reden. Sicher, die Verbreitung von E-Autos ist noch minimal, doch die Einschätzung des ZF-Chefs, dass Hybrid-Technik die Zukunft bestimmen wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Es mag auch Zweckoptimismus sein, denn das Saarbrücker Werk ist noch voll und ganz auf Motoren mit Getriebe ausgelegt. 2,6 Millionen Automatik-Getriebe haben im vergangenen Jahr das Werk verlassen, 70 000 davon waren für Hybrid-Autos ausgelegt. Reine E-Autos brauchen diese Getriebe nicht. Offen bleibt, was die Entscheidung aktuell für die Mitarbeiter heißt. Über Jahre hatte ZF die Mannschaft immer wieder aufgestockt, nun herrscht Unsicherheit, wie es weitergeht. Kommt tatsächlich der Hybrid-Durchbruch, könnten die Mitarbeiter erst einmal aufatmen.