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Dürre
Klöckner: Bund lässt Bauern nicht hängen

Berlin. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hat kurz vor der Entscheidung über mögliche Dürrehilfen für die Bauern den Vorwurf zurückgewiesen, der Bund lasse die Landwirte hängen. „Das ist faktisch falsch“, sagte Klöckner gestern in Berlin. dpa

Bauern in Not bekämen jetzt Hilfe durch Liquiditätsprogramme etwa der Landwirtschaftlichen Rentenbank, es gebe Steuerstundungen und Hilfe bei der Futtermittelbeschaffung. „Wer jetzt schon Liquiditätsprobleme hat, im August, der hat sie nicht nur wegen der Trockenheit, um es deutlich zu sagen.“ Selbst wenn es eine gute Ernte wäre, „hätte man das alles noch nicht auf dem Konto“. Klöckner will morgen den Erntebericht ins Kabinett bringen.


Angesichts der Dürreschäden wächst der politische Druck auf den Bund, die Versicherung für die Bauern billiger zu machen. Insbesondere Bayern verlangt von Bundesagrarministerin Klöckner eine Ausweitung der Steuervorteile für die landwirtschaftliche Versicherung und finanzielle Unterstützung für die Beitragszahlungen. Der Bund müsse  den  Abschluss von Mehrgefahrenversicherungen fördern, die auch bei Dürreschäden zahlen, sagte die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU).