| 20:49 Uhr

Kommentar
Kein Platz für Ideologien

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die Argumente im Vorfeld der Mindestlohn-Debatte sind nicht überraschend: Die Arbeitnehmerseite fordert eine deutlich höhere Steigerung, weil der Mindestlohn sonst nicht ausreicht, die Unternehmen dagegen sehen sich eigentlich jetzt schon zu hoch belastet. Von Joachim Wollschläger
Joachim Wollschläger

Geht es jeweils nach ihnen, wird der neue Mindestlohn deutlich über oder unter den anvisierten 9,19 Euro liegen.


Am Ende ist ein gesunder Mittelweg die Lösung. Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass der Mindestlohn die Wirtschaft nicht ruiniert hat. Auf der anderen Seite ist immer deutlicher abzusehen, dass die gute Konjunktur angesichts der zunehmenden weltwirtschaftlichen Risiken auf ein Ende ihres Booms zusteuert. Beide Seiten sind deshalb gehalten, bei den anstehenden Mindestlohnverhandlungen ideologische Debatten außen vor zu lassen und auf eine Lösung mit Augenmaß hinzusteuern.