| 21:04 Uhr

Nach ,,postfaktisch“
Jamaika-Aus ist das Wort des Jahres 2017

„Jamaika-Aus“ ist zum Wort des Jahres 2017 gekürt worden.
„Jamaika-Aus“ ist zum Wort des Jahres 2017 gekürt worden. FOTO: dpa / Karl-Josef Hildenbrand
Wiesbaden. Gesellschaft für deutsche Sprache hat „Jamaika-Aus“ zum Wort des Jahres 2017 gekürt. Ihr Vorsitzender Peter Schlobinski begründete die Wahl am Freitag in Wiesbaden mit der gesellschaftspolitischen und auch sprachlichen Bedeutung dieses Begriffs. Er steht für das Scheitern der Bemühungen um die Bildung einer gemeinsamen Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen im Bund. Auf den zweiten Platz wählte die Jury um den an der Uni Hannover tätigen Germanistik-Professor Schlobinski „Ehe für alle“. Den dritten Platz belegte der Hashtag „#MeToo“, der die weltweite Kampagne gegen sexuelle Übergriffe prägte.

Gesellschaft für deutsche Sprache hat „Jamaika-Aus“ zum Wort des Jahres 2017 gekürt. Ihr Vorsitzender Peter Schlobinski begründete die Wahl am Freitag in Wiesbaden mit der gesellschaftspolitischen und auch sprachlichen Bedeutung dieses Begriffs. Er steht für das Scheitern der Bemühungen um die Bildung einer gemeinsamen Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen im Bund. Auf den zweiten Platz wählte die Jury um den an der Uni Hannover tätigen Germanistik-Professor Schlobinski „Ehe für alle“. Den dritten Platz belegte der Hashtag „#MeToo“, der die weltweite Kampagne gegen sexuelle Übergriffe prägte.


Nach Angaben des Sprachforschers fiel die Entscheidung für „Jamaika-Aus“ mit einer deutlichen Mehrheit der neun Juroren. Das erste Wort des Jahres war übrigens 1977 „Szene“, und das im vergangenen Jahr lautete „postfaktisch“. Die in Deutschland „erfundene“ Wahl der Wörter des Jahres hat inzwischen auch in der Schweiz, in Österreich und Polen Schule gemacht.