| 21:12 Uhr

Teure Klimaziele
Industrie warnt vor Folgen der Energiewende

Berlin.

BDI-Präsident Dieter Kempf hat vor Alleingängen Deutschlands in der Energie- und Klimapolitik gewarnt. Solche nationalen Schritte seien kontraproduktiv, denn „Produktion würde ins Ausland verlagert, der Strompreis weiter steigen“, sagte der Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). „Zu den Leitlinien der Energie- und Klimapolitik sollte keine Schwächung, sondern die Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit gehören.“ Kempf forderte in der Energie- und Klimapolitik mehr Realismus: „Das deutsche Klimaschutzziel für 2020 – eine Verringerung der CO2-Emissionen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 – sei nur noch schwer zu erreichen. Die Rahmenbedingungen hätten sich in den vergangenen Jahren verändert. „Durch den anhaltenden Aufschwung, der ins neunte Jahr geht, wird mehr verbraucht.“ Für den Erfolg der Energiewende seien massive Investitionen nötig. Das sei nur möglich, wenn die Anreize richtig ausgestaltet werden.“