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Insolvente Air-Berlin-Tochter
Hoffentlich ein gutes Ende

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Das Drama um die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki hat endlich ein Ende. Eine Katastrophe für die 1000 Beschäftigten ist abgewendet. Nachdem ein zweites Insolvenzverfahren in Österreich erzwungen worden war, drohte aus Sicht des deutschen Insolvenzverwalters die Liquidation und damit der Verlust aller Jobs. Die Belegschaft musste ein Wechselbad der Gefühle durchstehen. Die Mitarbeiter hatten sich im Verlauf des deutschen Verfahrens schon auf eine Übernahme durch den Airline-Riesen IAG eingestellt, um dann zu erfahren, dass die Verkaufsverhandlungen wieder von vorn beginnen müssen. Von Volker Meyer zu Tittingdorf
Volker Meyer zu Tittingdorf

Dass jetzt der frühere Airline-Gründer doch noch zum Zug gekommen ist, schmeckt Arbeitnehmervertretern gar nicht. Niki Lauda hat kein gutes Image bei den Beschäftigten. Der Betriebsratschef hatte gar gedroht, dass alle Piloten kündigen würden, wenn Lauda den Zuschlag bekommt. Die Befürchtung ist groß, dass die Tarifbedingungen sich deutlich verschlechtern werden. Heute will Lauda ein Angebot machen. Dann werden die Beschäftigten erst abschätzen können, ob die nervenzehrende monatelange Insolvenzzeit wirklich zu einem guten Ende kommt.