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Konzerne
Heftiger Streit wegen des Umbaus von Thyssen-Krupp

Essen. Knapp sieben Jahre nach dem Antritt von Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger ist die geplante Neuausrichtung des Essener Konzerns gleich von mehreren Seiten in die Kritik geraten. Während der Thyssen-Krupp-Großinvestor Cevian nach Informationen des „Handelsblatts“ ein schnelleres Umbau-Tempo fordert, droht die IG Metall bei der angepeilten Stahlfusion mit Tata mit einem Ultimatum.

Zuletzt hatte Cevian öffentlich die Zerschlagung von Thyssen-Krupp gefordert. „Die Strategie hat nicht das geliefert, was man versprochen hat“, hatte Cevian-Chef Lars Förberg erklärt. Aufsichtsratschef Ulrich Lehner sprach sich gegen eine Aufspaltung aus. „Eine Zerschlagung des Konzerns ist überhaupt kein Thema“, sagte Lehner dem „Handelsblatt“.



Um Thyssen-Krupp neu aufzustellen, soll unter anderem das europäische Stahlgeschäft mit dem des indischen Konzerns Tata verschmolzen werden. Dagegen laufen die Gewerkschaften Sturm. Die Arbeitnehmervertreter befürchten bei einer Fusion der bisherigen Konkurrenten den Abbau von deutlich mehr als 2000 Jobs in Deutschland und kritisieren die anvisierte Verlegung des Sitzes der Stahlsparte in die Niederlande. Sie fordern zudem Arbeitsplatz- und Standort-Garantien.

Thyssenkrupp-Chef Hiesinger hatte jüngst gesagt, dass die geplante Fusion aus Sicht des Unternehmens absolute Priorität genießt. Die Zustimmung der Arbeitnehmer zur Stahlfusion ist nicht zwingend notwendig. Notfalls könnte Thyssen-Krupp den Zusammenschluss auch gegen die Stimmen der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat durchsetzen.