| 20:36 Uhr

USA und China
Handelsstreit sorgt deutsche Firmen

Washington/Berlin. Bange Blicke nach Washington und Peking: Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist auch für deutsche Unternehmen eine große Gefahr. Autokonzerne wie BMW und Daimler drohen beim Machtkampf der beiden größten Wirtschaftsmächte unter die Räder zu geraten. Sollten die Staatschefs Donald Trump und Xi Jinping ernst machen, könnte das für die exportabhängige deutsche Wirtschaft sehr schmerzhaft enden. Lobbyverbände bereiten sich angesichts der jüngsten Eskalationen auf den Ernstfall vor.

Bange Blicke nach Washington und Peking: Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist auch für deutsche Unternehmen eine große Gefahr. Autokonzerne wie BMW und Daimler drohen beim Machtkampf der beiden größten Wirtschaftsmächte unter die Räder zu geraten. Sollten die Staatschefs Donald Trump und Xi Jinping ernst machen, könnte das für die exportabhängige deutsche Wirtschaft sehr schmerzhaft enden. Lobbyverbände bereiten sich angesichts der jüngsten Eskalationen auf den Ernstfall vor.


„Die von der US- und der chinesischen Regierung veröffentlichten Listen mit Waren zeigen: Es droht eine Spirale von wechselseitigen Strafzöllen“, sagte Außenwirtschaftsleiter Ulrich Ackermann vom Maschinenbauverband VDMA. Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hatte bereits gewarnt: „Deutsche Firmen haben Tausende Niederlassungen und Joint Ventures in den USA und China. Zölle zwischen beiden Märkten treffen damit zwangsläufig auch die deutsche Wirtschaft.“ Laut einer Studie des Analysehauses Evercore ISI würden die deutschen Autoriesen BMW und Daimler die von China angedrohten Strafzölle sogar stärker zu spüren bekommen als die US-Hersteller. Insgesamt ist die Gefahr für die deutsche Autoindustrie indes überschaubar. Dem Branchenverband VDA zufolge wurden 2017 etwa 151 000 der insgesamt 4,85 Millionen von deutschen Herstellern in China verkauften Fahrzeuge von den USA aus exportiert.