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Gericht genehmigt weitere Streiks der Lufthansa-Piloten

Frankfurt. Die Lufthansa-Piloten werden heute und morgen aller Voraussicht nach erneut streiken. Das Arbeitsgericht München wies gestern einen Antrag der Fluggesellschaft auf Untersagung des Ausstands ab. Die Lufthansa, die Teile der Lohnforderungen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) für rechtswidrig hält, kündigte zwar Berufung vor dem Landesarbeitsgericht an, zog ihren Eilantrag gestern Abend aber nach knapp eineinhalb Stunden Verhandlung zurück. Die Lufthansa hatte laut Arbeitsgericht den Eilantrag damit begründet, dass die Forderung der Pilotengewerkschaft, ab dem 13. Beschäftigungsjahr höhere Gehaltssteigerungen zu verlangen, gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgebot verstoße. Das Gericht erklärte, die geplanten Streikmaßnahmen seien "nicht offensichtlich rechtswidrig". Agentur

Für die Airline ist es die zweite Niederlage vor Gericht in dieser Streikrunde. Bereits am vergangenen Dienstag hatte die Lufthansa versucht, den Arbeitskampf der Piloten gerichtlich zu stoppen, scheiterte aber vor zwei Arbeitsgerichten in Frankfurt .



Wegen des Arbeitskampfs fallen erneut Hunderte Flüge aus. Zehntausende Passagiere sind betroffen. Heute würden 816 Flüge auf der Kurzstrecke mit 82 000 Passagieren gestrichen. Betroffen seien Flüge von Deutschland aus. Morgen sollen 890 Verbindungen gestrichen werden. Dann seien 98 000 Passagiere betroffen.