| 21:18 Uhr

Autobauer stellt ein
Ford schafft in Saarlouis Hunderte neue Jobs

Saarlouis. Bei Ford in Saarlouis arbeiten so viele Menschen wie seit 20 Jahren nicht mehr. Wegen des neuen Focus wächst die Belegschaft weiter. Von Thomas Sponticcia
Thomas Sponticcia

Der Autobauer Ford stockt in seinem Saarlouiser Werk die Belegschaft kräftig auf. Anlass ist der Start des neuen Focus-Modells im laufenden Jahr. Ford übernimmt 540 Mitarbeiter in unbefristete Arbeitsverhältnisse. Weitere 274 Leiharbeiter erhalten eine Verlängerung ihrer Verträge bis zunächst Ende diesen Jahres. Zu diesem Personalpaket kommen 550 weitere neue Leiharbeiter hinzu, die Ford für die Dauer von zwischen drei und elf Monaten beschäftigen will. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung unterzeichneten am Freitag der Betriebsrat und das Ford-Management.


Mit den Einstellungen soll sichergestellt werden, dass das neue Fahrzeugmodell  schon in der Anlaufphase ein Erfolg wird. Jährlich sollen künftig nach Angaben von Betriebsratschef Markus Thal 350 000 Autos in Saarlouis im Drei-Schicht-Betrieb vom Band laufen, darunter auch weiterhin Wagen vom Typ C-Max.

Die Neueinstellungen in feste Jobs erfolgen nach Angaben von Thal in zwei Schritten: Zunächst werden bis zum 1. Juni 434 nicht festangestellte Mitarbeiter und einige Auszubildenden unbefristet übernommen, bis Mitte 2019 noch einmal weitere 106 Leiharbeiter und ehemalige zunächst befristet eingestellte Lehrlinge. Darüber hinaus besteht schon jetzt eine Option auf weitere Festanstellungen, sollte sich nach der Anlaufphase des neuen Focus-Modells ein weiterer Personalbedarf abzeichnen.



Thal wertet die Vereinbarung als „großen Erfolg für die Belegschaft. Erstmals in der Geschichte des Werks Saarlouis konnte eine derart umfangreiche und auch eine in die Zukunft gerichtete mögliche Übernahmeverpflichtung erzielt werden.“ Dies sichere nicht nur den weiteren der Fortbestand des saarländischen Werks. Zugleich liege jetzt schon die Zahl der Beschäftigten bei rund 7000 und damit auf einen so hohen Stand wie seit 20 Jahren nicht mehr. Durch die weiteren befristeten Einstellungen von Leiharbeitern erhöht sich diese Zahl nochmals.