| 20:58 Uhr

Luftfahrt
Fluggesellschaften haften für Unfälle beim Einsteigen

Bei einem Unfall in einer sogenannten Fluggastbrücke haftet die Fluggesellschaft, weil damit das Einsteigen bereits begonnen hat.
Bei einem Unfall in einer sogenannten Fluggastbrücke haftet die Fluggesellschaft, weil damit das Einsteigen bereits begonnen hat. FOTO: dpa / Roland Weihrauch
Karlsruhe. Der Sturz eines Reisenden auf einer Fluggastbrücke kann Airlines teuer zu stehen kommen. Der Gang über eine solche Brücke oder eine Flugzeugtreppe in den Flieger gehöre zum Einsteigevorgang, urteilte gestern der Bundesgerichtshof (BGH).

Der Sturz eines Reisenden auf einer Fluggastbrücke kann Airlines teuer zu stehen kommen. Der Gang über eine solche Brücke oder eine Flugzeugtreppe in den Flieger gehöre zum Einsteigevorgang, urteilte gestern der Bundesgerichtshof (BGH).


Luftverkehrsunternehmen haften demnach, wenn Passagiere unverschuldet wegen der spezifischen Gefahren eines solchen Übergangs zu Fall kommen. Bei der Fluggastbrücke könnten dies etwa der konstruktionsbedingt fehlende Handlauf, ein von der Höhe des Flugzeugeinstieges abhängiges Gefälle und die Gefahr von Kondenswasserbildung wegen unterschiedlicher Temperaturbereiche sein (Az.:X ZR 30/15).

Der BGH hob ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf auf und verwies es zurück. Damit hatte die Revision eines Mannes Erfolg, der im 2013 innerhalb der Fluggastbrücke gestürzt war.



(dpa)