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Konjunktur
Experte: Zahl der Pleiten geht auch 2018 zurück

Neuss. Auch im neuen Jahr rechnen Experten in Deutschland mit einem Rückgang der Insolvenzzahlen. Voraussetzung seien jedoch eine weiter gute Konjunktur sowie eine anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, sagte der Leiter Wirtschaftsforschung von Creditreform, Michael Bretz.

Durch Probleme in einigen Branchen, etwa beim Tourismus oder im Einzelhandel, werde es jedoch auch 2018 erneut zu Tausenden von Firmenpleiten kommen. Für das bevorstehende Jahr rechnet die Auskunftei mit 107 000 bis 113 000 Insolvenzen – darunter 18 000 bis 20 000 Firmenpleiten sowie 66 000 bis 68 000 Verbraucherinsolvenzen. Bei den restlichen Fällen handelt es sich um sogenannte sonstige Insolvenzen – etwa von ehemals Selbstständigen, Vereinen, Stiftungen oder nicht angetretenen Nachlässen.



Im zu Ende gehenden Jahr mussten nach Schätzung von Creditreform rund 20 200 Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Das waren nochmals 6,3 Prozent weniger als im bereits guten Vorjahr (21 560 Fälle).