| 21:15 Uhr

Luftverschmutzung
EU-Parlament billigt Reform des Emissionshandels

Straßburg.

Das EU-Parlament hat den Weg für eine Reform des europäischen Emissionshandels freigemacht. Die Abgeordneten stimmten gestern mit großer Mehrheit für eine neue EU-Richtlinie zum Handel mit Verschmutzungsrechten der Industrie. Diese zielt darauf ab, den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen teurer zu machen und die Emissionen damit in der EU zu senken. Seit 2005 benötigen Fabriken und Kraftwerke für jede Tonne klimaschädlicher Gase, die sie in die Atmosphäre blasen, ein Zertifikat. Bisher waren diese Verschmutzungsrechte sehr günstig, weil sehr viele auf dem Markt waren. Damit gab es kaum Anreize zum Energiesparen. Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese sagte, dank der Reform werde das System endlich seinen Zweck erfüllen. Analysten gingen davon aus, dass sich der Preis pro Tonne Kohlendioxid (CO2) dank der Neuerungen von derzeit rund 8,50 auf 35 Euro erhöhen werde. Besonders energieintensive Unternehmen wie Stahlwerke bekommen weiter kostenlose Zertifikate zugeteilt.