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Risiken fürs Wirtschaftswachstum
Erster Dämpfer für die Saar-Konjunktur

Saarbrücken/München. Der Handelsstreit mit den USA macht deutschen Unternehmen zunehmend Sorgen.

Der Handelsstreit mit den USA trübt die Stimmung der Unternehmen in Deutschland. Das wichtigste Konjunkturbarometer hierzulande, der Ifo-Geschäftsklima-Index, fiel um 0,7 Punkte auf 114,7 Zähler, wie das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut gestern mitteilte. „Der drohende Protektionismus drückt auf die Stimmung“, sagte Ifo-Chef Clemens Fuest.


Auch im Saarland ist der Dämpfer spürbar, wenn auch bisher nur wenig. Das Konjunkturbarometer der IHK Saarland zur aktuellen Geschäftslage fiel im März gegenüber Februar um 0,9 Punkte auf 52,2 Zähler, wie die Kammer auf Grundlage ihrer März-Umfrage unter 300 Unternehmen mitteilte. Der Wert liege trotz des Rückgangs nur knapp unter dem Rekordniveau. Die Aussichten für die kommenden sechs Monate trübten sich demnach ebenfalls ein. Der entsprechende Index sank um 1,1 Punkte auf 6,2 Zähler und liegt damit aber noch deutlich im positiven Bereich. „Der Aufschwung an der Saar bleibt intakt“, folgerte IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen aus den Umfrageergebnissen. Er macht sich aber Sorgen: „Die Kontroversen in der Handelspolitik müssen zügig gelöst werden. Eine Eskalation gegenseitiger Strafzölle muss auf jeden Fall verhindert werden, denn diese schaden der exportorientierten deutschen Wirtschaft und den Konsumenten.“ Stattdessen brauche es ein europäisches Signal für den Freihandel.