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Insolvenzen
Erotikkonzern Beate Uhse ist pleite

Sex verkauft sich zwar immer noch gut – aber zunehmend über das Internet.
Sex verkauft sich zwar immer noch gut – aber zunehmend über das Internet. FOTO: Malte Christians / dpa
Flensburg. Sex-Pleite im hohen Norden: Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hat der Erotikhändler Beate Uhse beim Amtsgericht Flensburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für die Holding beantragt. Die operativen Tochtergesellschaften arbeiten unverändert weiter und der Vorstand sei zuversichtlich, das Unternehmen in Eigenverwaltung sanieren zu können, teilte der Konzern in Flensburg mit. Unmittelbar betroffen sind damit zunächst nur zehn Mitarbeiter in der Holding, für die Insolvenzgeld beantragt werde. Insgesamt beschäftigt Beate Uhse 345 Mitarbeiter.

Nach Ansicht von Branchenexperten hat Beate Uhse zu spät das Ruder herumgeworfen in Richtung E-Commerce. Ein Großteil des einschlägigen Sortiments wird zudem über die Handelsplattform Amazon verkauft. Das Internet hat auch einen zuvor sicheren Umsatzträger bei Beate Uhse vernichtet: Pornofilme, die heute gratis und unbegrenzt im Internet verfügbar sind.